Harkerode
HarkerodeNeulich ging es wieder los, da werden Sachen rausgekramt die sonst irgendwo versteckt sind z.B. ein Zelt, Stühle, Tisch, Decken und noch alles Mögliche. Der Bus wird hergerichtet, da wird das Bett
wieder eingebaut was ich super finde weil man da oben drauf liegen und aus dem Fenster sehen kann. Der große Reisefuttersack wird aus dem Keller geholt, in den Hunderucksack kommen Handtücher, Leinen
und Halsbänder. Die Tasche mit den Quälgeräten (Bürsten, Kämme, Scheren usw.) wird dazugestellt. Alles wird dann in den Bus geräumt: Meine Leute laufen ganz aufgeregt hin und her, was die so alles
brauchen, ich brauche nur das Bett zum raus sehen und den Futtersack.
Endlich ist es soweit, an einem Morgen werden wir ( meine Mama Alma kommt auch mit) sehr früh aus unseren Träumen gerissen, in den Garten geschickt (Geschäfte erledigen), frühstücken, anziehen und
dann geht es los. Sie reden was von halb acht, in drei Stunden sind wir da, wo auch immer das sein mag.
Irgendwann sind wir dann DA angekommen. Erstmal aussteigen und schnüffeln gehen.

Hier war ich schon einmal, da stehen zwei Stoffhäuser, eins riecht nach Dino den kenne ich. Er ist aber nicht da. Wir müssen jetzt erstmal an die Leine, schade wir würden auch alleine die Gegend
erkunden.
Nach einen Weile sind unsere Menschen fertig und wir können auf der großen Wiese toben.
Aber erst noch ordentlich an der Leine über die Straße. Ich bin ganz schön aufgeregt und will gleich losrennen aber Frauchen bleibt hart: erst ordentlich laufen und dann spielen.
Am Abend kommen dann die Leute, die zu den Stoffhäusern gehören. Die kenne ich alle schon. Ich muss erst mal Dino begrüßen und ablecken. Alma rennt lieber zu Dinos Frauchen, da gibt es immer
Leckerchen.
Auf der BurgAm Abend sind wir noch mal auf die große Wiese gegangen und den Berg bis nach oben, da war Musik und viele Menschen. Hexenverbrennung sagten meine Leute was weiß ich was damit gemeint ist, ein
Feuer war jedenfalls da.
Am nächsten Tag kamen noch ganz viele Menschen und Hunde mit Autos und Stoffhäusern. Alle stellten sich irgendwo hin, es wurde ganz schön voll.
Am Nachmittag gingen wir alle wieder auf die schöne große Wiese zum Toben und auch den Weg nach oben zur Burg.
Am Abend dann große Aufregung, Alma kann nicht richtig laufen. Alle kamen gucken und hatten gute Ratschläge. Dann kam Frauchen mit diesem komischen Ding, Fieber messen sagt sie. Ist alles in Ordnung.
Frauchen meint es ist Muskelkater. Na ja zwei mal den Berg hoch und runter und die Jüngste ist Alma ja auch nicht mehr. Mir hat das nichts ausgemacht.
Sammeln zum SpaziergangAm nächsten Tag war dann der große Spaziergang mit ganz vielen Menschen und vielen Hunden. Alma ist mit Herrchen zu Hause geblieben, ich glaube er hatte sowieso keine Lust zum Laufen. Die haben
ganz schön was versäumt, es gab riesige Pfützen, man konnte so schön darin rummatschen. Ich hörte Frauchen nur immer zetern mach dich nicht so nass, morgen ist Ausstellung und du siehst aus wie ein
Ferkel, keine Ahnung was sie damit meinte.
Wieder zurück wurde ich in Handtücher gewickelt und musste im Zelt liegen bleiben zum Trocknen. So ein Quatsch!
Alma ging es wieder besser, sie konnte aufspringen wenn einer ein Leckerchen brachte.
Am Abend wurden wir dann gekämmt, nachgebürstet, die Ohren noch mal sauber gemacht und alles solche überflüssigen Sachen. Da muss ja was ganz Besonderes los sein, ich bin schon ganz gespannt.

Am nächsten Morgen gingen wir zwar auf die schöne große Wiese aber nichts mit Toben.
Nein, nur an der Leine laufen, kleines und großes Geschäft machen und dann wieder zurück ins Zelt.
Die Menschen machen wieder einen Trubel. Stühle werden verschleppt, Mappen eingepackt, Wassernäpfe und Decken mitgenommen. Mal sehen was heute noch alles passiert.
Erst müssen wir in einer langen Reihe anstehen dann kommt einer hat ein kleines Heft in der Hand sieht uns an dann wieder in das Heft, untersucht ein Ohr und gibt Frauchen das kleine Heft wieder,
Impfausweis sagen sie dazu. Das einzig Gute erstmal ist ein großes Schweineohr das jeder Hund bekommen hat. Frauchen hat auch noch irgendwelche Zettel in der Hand.

Irgendwann ruft einer was von Leistungsklasse und Frauchen springt auf nimmt Alma mit und verschwindet mit ihr in so einem Viereck mit Flatterbändern, Ring sagen sie dazu. Außerdem steht in diesem
Ring noch ein Zelt, da sitzen Menschen drin, einer guckt sich wieder die Ohren an (was da so interessant dran ist?). Der Andere streicht über das Fell, schaut in die Augen, lässt einen hin und her
rennen, beguckt einen von allen Seiten und schreibt alles auf Papier.
Alma macht alles bereitwillig und lässt sich auch ohne murren überall anfassen. Ich weis nicht ob ich das auch will!!
Alma durfte dann vor dem Schild mit der 3 stehen.

Frauchen kam mit Alma wieder und sagt: „So Krümelchen jetzt sind wir dran".
Also sie nimmt mich an die Leine bürstet noch mal schnell über das Fell und dann geht es los.
Es liefen eine ganze Menge Hunde mit mir und ihren Menschen in den Ring.
Zuerst habe ich mir ja noch alles gefallen lassen, Zähne ansehen, ins Ohr sehen, gerade stehen. Aber als ich dann in die Nähe von diesem Zelt kam und der eine Mann, den sie Richter nannten, mich von
allen Seiten ansah und auch noch angefasst hat wollte ich nicht mehr. Ich habe mich erst einmal hingesetzt. Das hat Frauchen gar nicht gefallen und sie hat mich unter dem Bauch gestreichelt also
musste ich wieder aufstehen. Das Laufen fiel auch nicht zur Zufriedenheit aus. Aber der Richter hat gesagt ich war sehr gut. Was will ich denn mehr?

Als alle fertig waren durften einige Hunde noch mal in den Ring und sich hinter eine Tafel mit einer 1, 2, 3 oder 4 stellen und bekamen so eine Schüssel mit Deckel aber es waren noch nicht mal
Leckerchen drin. Alma war auch mit dabei. ICH NICHT!
Am Abend haben dann alle in dem großen Zelt gesessen, gegessen, geredet, getrunken und viel gelacht. Wir durften auch dabei sein aber vom Essen haben wir nichts abbekommen, wie gemein.

Irgendwann sagte dann Frauchen: "Los ihr Beiden es gibt Fresserchen, das ließen wir uns nicht zweimal sagen. Das Fressen war gut und reichlich. Danach mussten wir aber im Zelt bleiben und Frauchen
sagte was von schlafen, nicht mehr toben und Ruhe jetzt. Na gut, wir waren sowieso müde.
Am nächsten Morgen war Hektik angesagt, alles was so mühevoll aufgebaut wurde, haben sie wieder eingerissen, verpackt und in den Bus gestapelt. Wir durften alle noch mal auf die große Wiese gehen und
so richtig toben, rennen und natürlich die Geschäfte erledigen.
Nach und nach waren dann alle soweit, alle Hunde kamen in die Busse und Autos und ab ging es nach Hause.
Das war mal ein willkommenes Abenteuer in unserem sonst auch schönen Hundeleben.
Ich freue mich schon auf das nächste Mal wenn es wieder losgeht. Davon werde ich euch dann sicher wieder berichten.
